12. Februar 2011

P3030975
P3030975
P3030981
P3030981
3030995
3030995
P3040048
P3040048
8761
8761
8779
8779
8785
8785
8791
8791
8802
8802
040020
040020
040036
040036
040048
040048
040058
040058
8757
8757
8779
8779

Fotos: Holger Becker und Harald Weber


Rezension

Konzert am Sonnabend, dem 12. Februar 2011, 19.30 Uhr
im Kulturzentrum „Parksäle“ Dippoldiswalde

Weltstars an Saxoponen

Seit seiner Gründung 1969 trat das Raschèr Saxophon Quartet regelmäßig in den bedeutendsten Konzertsälen der Vereinigten Staaten, Asien und Europas auf (Carnegie Hall und Lincoln Center New York, Kennedy Center Washington D.C., Opera Bastille Paris, Royal Festival Hall London, Philharmonie Cologne, Finlandia Hall Helsinki, Concertgebouw Amsterdam, Schauspielhaus Berlin, Musikverein Vienna, Tonhalle Zürich, Parco della Musica Rome, Dewan Filharmonik Petronas Kuala Lumpur, National Concert Hall Taipei, usw.).

Die „Wiener Zeitung“ nannte das Quartett die „ungekrönten Könige des Saxophons“ und ein Kritiker der „Welt“ behauptete, „wenn es eine olympische Disziplin des virtuosen Bläserspiels gäbe, dann müßte das „Raschèr Saxophone Quartet“ aus den USA unbedingt eine Goldmedaille erhalten.“

Das Ensemble setzt die Arbeit des Pioniers des Saxophons und Quartettgründers Sigurd Rascher´ fort. Eine Großzahl von Komponisten wurde angeregt, Stücke für das Ensemble zu schreiben, dessen Qualität immer auf neue begeistert. Alle großen Orchester Westeuropas haben inzwischen mit den vier Interpreten gemeinsam musiziert, ebenso bekannte Chöre und diverse Solisten.

Das Rascher-Saxophon-Quartett spielt unter dem Titel „Rondo“ in der Reihe „Meisterinterpreten im Gespräch“ am Sonnabend, dem 12. Februar, 19.30 Uhr im Parksaal Dippoldiswaldes Werke von Bach, Mozart, Glasunow und Jeanjean. Das Konzert wird moderiert.

Anrecht und freier Kartenverkauf zu 18,- und ermäßigt 12,- Euro. Es werden noch preisgeminderte Anrechte angeboten. Studenten und Schüler zahlen bei Vorlage des Ausweises 6,- und Musikschüler des Kreises 4,- Euro.

Vorbestellungen über Telefon 03504/612448 (mit Anrufbeantworter) sowie über Telefax 03504/612449 und E-Mail: kulturzentrum@dippoldiswalde.de Kartenvorverkauf bei den „Dresdner Neuesten Nachrichten“ (Hauptstraße 21, 0351/80750), im Kulturpalast, in den „SZ“-Treffpunkten Dresdens und der Region sowie in allen CTS-Vorverkaufsstellen Auskünfte zu den Konzerten erhalten Sie abends auch beim Musikverein Dippoldiswalde e. V., 03504/614648. Der Saalzugang ist stufenlos, Parkplätze sind am Wochenende kostenlos.

Wolfgang Mende


Rückschau / Presse

 

Dank der technischen Perfektion und der Musikalität des Raschèr Quartetts waren die
Bach-Bearbeitungen solch ein Hochgenuss für die Ohren, dass alle Zweifel über solche
Adaptionen verschwanden. Das Ensemble füllt den Saal mit einem Sound der an eine
Orgel in einer Gothischen Kathedrale erinnerte. (Bach im Gewandhaus)

Leipzig Union, Leipzig

 

Das Raschèr Quartett, das La Salle Quartett der Blasmusik-Welt, sind ungekrönte Könige
des Saxophons in der Klassischen Musik.

Wiener Zeitung, Wien

 

Die edle Tonqualität der Raschèrs hat viele Komponisten inspiriert. Sie erschaffen neue
Effekte und produzieren Klänge, die einzigartig sind. Sie spielen Stücke, in denen
Komponisten ihrer Fantasie freien Lauf lassen, sicher in dem Wissen, dass alles möglich
ist mit den Raschèrs. Und sie haben recht. Eine bessere Aufführung ist nicht vorstellbar.

Politiken, Copenhagen

 

Der Sinn für Klang, instrumenteller Meisterung und Ensemblespiel dieser vier Musiker
sind so perfekt entwickelt, dass man von ihnen nur in vollständiger Bewunderung

sprechen kann.

Berliner Morgenpost, Berlin

 

Das virtuose Raschèr Quartett und die resultierenden sonoren Töne sind faszinierend.
(Carnegie Hall Auftritt)

The Daily News, New York

 

Wenn es eine Olympische Disziplin für Blasmusiker gäbe, würde das Raschèr Quartett
aus den USA mit Sicherheit die Goldmedallie gewinnen.

Die Welt, Hamburg

 

Der Sound des faszinierenden Raschèr Quartetts selbst war eine Sensation. Die Reinheit
des Klanges dieses Quartetts gab den Zuhörern fast physische Befriedigung.

Helsingin Sanomat, Helsinki

 

Das Saxophon-Wunder! ... Das Raschèr Quartett. Dieses unglaublich perfekte Quartett
zeigte uns mit seinen feinen Nuancen und intelligentem Musikspiel, was exzellente
Kammermusik ist.

Manifesto, Rom

 

Der reich variierte Charakter ihrer vier Stimmen inspirierten neue Kompositionen links,
rechts und in der Mitte ... eine außerordentlich kraftvolle Ausbeute des Saxophons reiner
Resonanz in großen Tonhöhen, seiner überraschenden Agilität in den knotigsten
Knotenpunkten und seiner lebhaften Kraft der Deklamation.

The Times, London

 


Rezension:

Bachs letzte Noten

Ein neues Klangerlebnis durch Weltklasse-Saxophonisten

Unterhaltsam, leicht, locker, ins Ohr gehend begann das Raschèr-Saxophon-Quartett den zweiten Abend des 33. Jahrganges von „Meisterinterpreten im Gespräch“. Der völlig unbekannten Gebrüder Jeanjean Komposition war ein vielversprechender Auftakt. Anschließend musizierten die drei Amerikaner mit der Deutschen, die ein etwa 80jähriges Sopransaxophon mit Trichter blies, am 1. Pult, drei Contrapuncti aus Johann Sebastian Bachs „Kunst der Fuge“. Man mußte kein Freund von Bachs Inventionen und Fugen sein, um zu erkennen, daß das hinreißend gelang. Gleichberechtigte boten in größter Homogenität klangvoll ein ausdrucksstarkes Einzelstimmen- und Zusammenspiel höchster Plastizität. Als das Werk bei Nr. 14 abbrach, wußte jeder im Saal, daß er nach Beethovens letzter Sonate und Schuberts „Winterreise“ die letzten Noten hörte, die Bach schrieb. Ein Meisterstück an Gestaltungskraft!
Das Oboenkonzert KV 370 Mozarts war eine exzellente Übertragung. Die zumeist melodieführende Sopran-Saxophonistin mit ihrem ebenso nobel tönenden Altkollegen und den „grundierenden“ tiefen Stimmen servierte dem Publikum Klangschönheit, die ebenso der Flöte (Spitzentöne) und Klarinette nahe Töne einschloß. Man hörte im Vorraum kaum, daß Saxophonisten spielten.
Das Hauptwerk des Abends, Glasunows Quartett für vier Saxophone aus dem Jahre 1932 war ein vielgliedriges, im Mittelteil variationsreiches zeitgenössisches Stück, das mit spätromantischem und dem Neobarock nahen Inhalt in klassischer Form unterhielt und viele Klangmöglichkeiten erschloß, ohne nachhaltiger zu bewegen. Wenn Händel die breiten Schlüsse liebte: die warmen, volltönenden Glasunows kamen den Raschèrs sehr entgegen.
Ganz anders die herrliche Zugabe, die 23. Fuge aus dem zweiten Teil des „Wohltemperierten Klaviers“, welche die großartigen Bachinterpreten zu einem dankensweren Hörerlebnis werden ließen.
Der Altsaxophonist moderierte den Abend in perfektem Deutsch nicht nur bildungswirksam, indem er zum Beispiel zum Thema „Rondo“ knapp, aber klar definierte, sondern wirkte auch auf einige ungezügelte offensichtliche Nicht-Stammhörer erzieherisch ein.

-ng

 

Anmerkung:

Der Musikverein beschenkte das internationale Quartett mit vier das Saxophon spielenden Osterhasen – laut Programmheft eine Sonderanfertigung der erzgebirgischen „Mann'lmacher“.

Fotos: Holger Becker und Harald Weber