18. Juni 2011

Nur Taten geben dem Leben Stärke
(Jean Paul)

Im Auftrag des Musikvereins Dippoldiswalde e.V. und vieler Hörer, die sich begeistert über die dargebotenen vier Brandenburgischen Konzerte äußerten und entsprechend beifallsfreudig gaben: ein großes Dankeschön an die Ausführenden! Sonderbeifall gab es schon in der Pause für den Projektleiter Professor Bukač. Der Prager Bratscher hat sich seit 2010 mehrfach in die Konzertreihe des Parksaals eingebracht und gab sich im Gespräch sehr zufrieden über den Fleiß und die erbrachten Leistungen der Studenten.
Beeindruckend für alle Hörer war die kollegiale Zusammenarbeit von Lehrenden (Professoren, Dozenten und Lehrkäften) und Lernenden in der Ausführung der Musik des barocken deutschen Großmeisters.
Es darf an dieser Stelle zugleich Dank gesagt werden für die lange Reihe gelungener Benefizkonzerte der vergangenen 15 Jahre, die vor allem von Studenten verschiedener Ausbildungsrichtungen mit ihren Professoren für die Region Dippoldiswalde, konkret für das erworbene und gepflegte eigene Instrumentarium des Vereins, geleistet wurden.
Manche Hörer, die dem Konzert nicht beiwohnen konnten, gaben trotzdem ihren Anteil zugunsten der Wohltätigkeit.
„Es gibt nichts Gutes“, so lehrte uns Erich Kästner, „außer man tut es.“
Ich hoffe, wir waren der freundlich-hilfreichen Gäste mit ihrem gekonnten Spiel in Dippoldiswalde würdig.

Wolfgang Mende


 

Konzert am Samstag, dem 18. Juni 2011, 19.30 Uhr
im Kulturzentrum „Parksäle“ Dippoldiswalde

Brandenburgische Konzerte

sind das Thema des diesjährigen Benefitzkonzertes (Wohltätigkeitsveranstaltung zugunsten einer Sache, auch Person), konkret für das Instrumentarium des Musikvereins und den Fortbestand der Konzertreihe via 34.(!) Jahrgang: am Sonnabend, dem 18. Juni, 19.30 Uhr.
Wie fast immer ist die Musikhochschule „Carl Maria von Weber“ Dresden der Helfer die nun unter dem Rektorat eines uns verbundenen Dresdners steht, der einst als Kruzianer seine musikalische Ausbildung begann; zugleich mit einem Prorektor wirkend, der vor 35 Jahren mit der Organisation eines großen musikalischen Elternabends in der „Reichskrone“ neue „Dippser“ Initiativen mitbegründete. Und diesmal kommen gleich mehr als 20 Musiker, geleitet von mitwirkenden Professoren und Dozenten, um Coucerti Grossi zu geben. Das sind Konzerte der Barockzeit, zu Zeiten des 18. Jahrhunderts so genannt.
Eine Sologruppe (Concertino) musizierte damals typischerweise mit einem (Kammer-)Orchester, als Ripieno oder Tutti bekannt. Es war eine Vorform der um 1750 aufkommenden Sinfonie und des Solokonzerts
Bach nannte seine Coucerti grossi (so Vivaldi, Händel u.a.) nach einem brandenburgischen Markgrafen „Brandenburgische Konzerte“. Neu war ihm die Besetzung mit „verschiedenen Instrumenten“ und die Einbeziehung des Cembalos. Die Werke entstanden vor und während der Zeit Johann Sebastian Bachs als Hofkapellmeister beim Fürsten Leopold zu Köthen. Die Widmung stammt aus dem Jahre 1721. Der Fürst wirkte beim 6. als Gambist mit. Bach selbst dirigierte in der Regel als Bratschist. Der Viola-(Bratschen-) Professor Wladimir Bukač der Dresdner Musikhochschule hat vielleicht deshalb gezielt die organisatorisch-künstlerische Leistung der vier Konzerte übernommen.
Brandenburgische Konzerte waren im Parksaal zuletzt von den „Deutschen Bachsolisten“ (1996) und zuvor vom Bayreuther Kammerorchester des Kölner Orgelprofessors Lukas zu hören (1995).
Der Eintrittspreis für alle Hörer wurde vom Kulturzentrum, Künstlern und Musikverein auf einheitlich 10,- € festgesetzt. Für weitere Spenden werden gern steuerlich absetzbare Unterlagen ausgestellt.
Ein üblicher Vorverkauf findet nicht statt; an Plätzen soll es nicht mangeln. Die Parkplätze rund ums Kulturzentrum „Parksäle“ sind kostenfrei.

Wolfgang Mende